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Diäten: Essen mit Frust

Diäten werden oftmals als "Einstiegsdroge" für Essstörungen bezeichnet. Und leider ist an dieser Bezeichnung einiges dran. Diätessen macht wenig Spaß und ständiges Nachdenken und Kalorienzählen kostet Kraft, die wir für viel wichtigere Dinge einsetzen könnten.

Darüber hinaus haben Diäten aber auch noch körperliche Folgen: eine der bekanntesten ist der sogenannte "Jojo-Effekt". Dazu Pollmer: "Wenn ein Mensch also Diät macht, vor allem, wenn es eine strenge Diät ist (1000 Kalorien oder weniger), boykottiert sein Körper dieses Vorhaben. Er spart Energie, wo es nur geht, um das Überleben zu sichern. Er schraubt seinen Kalorienverbrauch herunter und nutzt andererseits Nahrung intensiver aus. Schließlich ist ein Körper ja flexibel. [...] Hat der Mensch nun trotz seines widerspenstigen Körpers ein paar Kilo abgespeckt und ist zufrieden oder hat die Nase voll, bricht er die Diät ab. [...]

Nach Abbruch der Diät isst der Mensch meistens wieder "normal". Sein Organismus läuft aber weiter auf Sparflamme, das heißt, er nutzt die Nahrung weiterhin intensiv aus. Es passiert, was passieren muss: Der Mensch nimmt wieder zu." (vgl. S.249)

Und meistens noch ein bisschen mehr als vorher...