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Stefanie

Auf der Suche nach mir

Au weia, wo soll ich anfangen? Alles begann (glaube ich) mit dem Tod meiner Mutter Sie starb als ich 14 war und dieses einschneidene Erlebnis, hinterließ große Wunden. In der Schule funktionierte ich, man merkte mir nichts an. Dies war nur Fassade, innerlich veränderte ich mich schon.Ich begann viele Dinge zu hinterfragen und machte mir (viel zu viele) Gedanken um mich und meinem Platz im Leben. Um weiter funktionieren zu können, habe ich ich meine Probleme mit gekünstelt guter Laune verdrängt und täuschte damit nicht nur die anderen, sondern auch mich selbst. Ich fand eine Methode um die inneren Spannungen abzubauen - dem Kotzen. Das begann vor einem Jahr und äußerte sich durch tagelanges hungern, Fressanfällen mit anschließendem Erbrechen. Es wurde immer schlimmer und mein Gewicht immer weniger. Nach einem halben Jahr sprachen mich meine Freunde und Familie darauf an und redeten mir gut zu, doch ich blockte nur ab und wollte davon gar nichts hören. Letzten Sommer eskalierte es dann völlig. Ich aß nur noch um zu überleben, trank jedoch Unmengen von Alkohol und bestreitete alle meine Wege mit dem Rad. Mein Körper zeigte mir jedoch den Stinkefinger. Meine Regel blieb aus, mein ganzer Hormonhaushalt war ein einziger Gulasch, wie auch meine Seele. Ich verspürte immer mehr eine Leere in mir und war immer so unendlich müde. Alle Gedanken kreisten sich um Kalorien und Gewicht, um mich von meinen eigentlichen Problemen abzulenken. Ich musste einsehen, dass ich krank war und es alleine nicht mehr in den Griff bekomme.

Am 09.10.2003 kam ich ins Krankenhaus für Kinder- und Jugendpsychatrie. Schon nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass die Bulemie nur ein Teil meines Krankheitsbildes ist. Daneben diagnostizierte man noch Depressionen, Minderwertgkeitsgefühle, Persönlichkeitsstörungen. Es brach ein Vulkan aus, gefüllt mit Gefühlen, Konflikten, Problemen und Schmerzen.

Ich steckte und stecke wahrscheinlich in der bisher größten Lebenskrise und versuche sie zu überwinden. Ich bin immernoch in Therapie und habe auch noch nicht alles im Griff, jedoch kämpfe ich weiter, um irgendwann wieder glücklich zu sein und mich akzeptieren zu können. Bis dahin bin ich noch "Auf der Suche nach mir"!