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Sanne, 17 Jahre

1.60m früher: 83,3 kg jetzt: zwischen 50 und 55kg

Eigentlich weiß ich gar nicht wie ich anfangen soll.... Ich hol einfach mal ein bisschen aus...
Als kleines Kind, schon im Kindergarten, war ich immer die Dickste. Ich hab nie zu den anderen gehört- ich hab nie zu irgend jemandem gehört. in der Grundschule dann hat es bei mir angefanen, dass ich sterben wollte. Über Jahre hin weg gab es für mich nur den einen Gedanken, den einen Wunsch: den Tod. Bis ich 14 war ist das dann immer so geblieben und ich bin auch immer dicker geworden und immer unglücklicher. Mein einzigster Freund war das Essen. Als es einfach nicht mehr zu über sehen war, dass ich immer sehr traurig war schickten mich meine Eltern in meine erste Therapie. Danach hatte ich Selbstvertrauen gewonnen und auch sehr schnell 30 kg abgenommen. Das Problem war: ich hab allein ohne Ärzte, ohne Eltern abgenommen. Mit 15 hab ich über das Ganze den Überblick verloren. Angefangen panisch zu fressen und mich danach zu übergeben. Ihr kennt das wohl nur zu gut.

Essen, essen, essen. Zur Toilette rennen, Arme hochkrempeln, Haare zusammen binden und dann Kotzen. Bis man nicht mehr kann. So sieht mein Leben seither aus. Und es wird trotz der Therapie in der ich momentan bin einfach nicht besser. Im Gegenteil es wird immer schlimmer.

Inzwischen kotze ich nicht mehr weil ich zuviel gegessen hab... nein ich esse zu viel damit ich kotzen kann. Mein Wunsch ist wieder der Tod. Ich wünsche mir, ich könnte meinen Körper besiegen. In dafür zu bestrafen, dass ich unter im gelitten habe. Jetzt leidet er unter mir. Mein ganzes Leben ist das Kotzen... nicht mehr das Essen. Ich hab jede Art von tief gehenden Emotionen verloren. Kein Gefühl von Glück, Trauer oder Leben in mir. Das einzige was mir zeigt, dass ich noch lebe und etwas fühlen kann ist der Moment des Kotzens. Zur Toillette gehen. Finger in den Hals. Spüren wie das Essen, das rauf kommt einem beinahem die Speiseröhre zerplatzen lässt... Einem die Gänsehaut über den Körper fahren lässt. Sich vor Ekel vor sich selbst zusammen zucken lässt. Das ist mein Leben. Und es ist erbärmlich.

Inzwischen hab ich mich dazu entschlossen in eine Klinik zu gehen, denn eigentlich will ich nicht tot sein... aber so leben möchte und kann ich nciht.

Könnte man doch einfach so sein wie man ist. Angenommen werden ohne in Formen und Normen gepresst zu werden. Das Leben könnte schön sein.